| Übung "Vermisstensuche" mit FFW Trevesen |
| Sonntag, den 09. April 2006 um 18:10 Uhr | |
Am 08.04. wurden die Trevesener Bürger durch die Martinshörner ausrückender Einsatzkräfte aufgeschreckt. Die Freiwillige Feuerwehr Trevesen und die Unterstützungsgruppe-SAN der BRK-Bereitschaft Kemnath übten den nicht alltäglichen Ernstfall. Das von Markus Müller und Stefan Uschold ausgearbeitete Szenario sah vier vermisste Kinder mit diversen Verletzungen vor. Diese, so nahm man an, waren beim Spielen im Wald, in der Nähe des alten Zistlerhauses, einen steilen Abhang mehrer Meter hinabgestürzt. So war ein Kind durch den Sturz bewusstlos, die anderen drei hatten Brüche verschiedenster Art und bedingt durch die Witterung waren sie durch Unterkühlung bedroht.
Nach einer ersten Lagebesprechung am Feuerwehrhaus Trevesen, nahmen am Einsatzort „Zistlerhaus“ die Gruppenführer beider Organisationen, Jürgen Bäuml (FF) und Harald König (BRK) gemeinsam die Einteilung der Suchtrupps vor. So musste von letztendlich 12 Einsatzkräften zu je 4 gemischte Trupps ein relativ großes Gebiet in teilweise schwierigem Gelände abgesucht werden. Nach etwa 20 Minuten waren die Kinder, Mimen des Jugendrotkreuzes Kemnath, gefunden und die Sanitätsdienstliche Versorgung wurde durchgeführt. Bei der Rettung der Verletzten, konnte auf Sicherungsmaßnahmen der Feuerwehr mit Seile und Sicherungsleinen nicht verzichtet werden. Bei der abschließenden Einsatznachbesprechung wurden durch die Beobachter Markus Müller (FF) und Stefan Uschold (BRK) denn auch die Schwierigkeiten und Probleme angesprochen. Das wohl größte Problem war die Kommunikation am Einsatzort. Durch die bestehenden Geländestrukturen ist immer wieder der Funkkontakt unter den Helfern und zu den Gruppenführern abgebrochen. Zumindest in diesem Gelände wären weitere Helfer als „Funkposten und Melder“ von großem Vorteil gewesen. Im Ernstfall und unter Zeitdruck, z.B. wegen einbrechender Dunkelheit und Kälte, wären die vorhandenen Einsatzkräfte für eine effektive Flächesuche bei weitem nicht ausreichend gewesen. Weiter Kräfte der Feuerwehren und Unterstützungsgruppen des BRK wären hier im Sinne der Verunglückten erforderlich gewesen. Auch die Geländebeschaffenheit war hart an der Grenze des für die Einsatzkräfte mit üblicher Ausstattung machbarem gewesen. Auch hier hätte man, im Sinne einer adäquaten Rettung und Bergung der Verunglückten, auf Spezialkräfte wie z.B. die Bergwacht zurückgreifen müssen. Einig war man sich, eine ähnliche Übung unter Berücksichtigung der erkannten Probleme zu wiederholen. Die Ortskenntnis der Feuerwehr erwies sich als entscheidender Faktor zur schnellen Rettung und wäre bei einem Realeinsatz unverzichtbar. In der Bildergallerie befinden sich weitere Bilder dieser Übung: Hier klicken
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Am 08.04. wurden die Trevesener Bürger durch die Martinshörner ausrückender Einsatzkräfte aufgeschreckt. Die Freiwillige Feuerwehr Trevesen und die Unterstützungsgruppe-SAN der BRK-Bereitschaft Kemnath übten den nicht alltäglichen Ernstfall. Das von Markus Müller und Stefan Uschold ausgearbeitete Szenario sah vier vermisste Kinder mit diversen Verletzungen vor. Diese, so nahm man an, waren beim Spielen im Wald, in der Nähe des alten Zistlerhauses, einen steilen Abhang mehrer Meter hinabgestürzt. So war ein Kind durch den Sturz bewusstlos, die anderen drei hatten Brüche verschiedenster Art und bedingt durch die Witterung waren sie durch Unterkühlung bedroht.